Die zweite Leistungsklasse des Wehrmachtbeschaffungsprogramms umfasste verschiedene Maschinen mit einer Leistung von 265 kW. Das Heereswaffenamt und die Fahrzeughersteller Schwarzkopf und O&K planten die neuen Lokomotiven. Auch in dieser Reihe war eine hydraulische Leistungsbertragung mit Blindwelle und Kuppelstangen vorgesehen. Um die Achslast nicht zu sehr ansteigen zu lassen, whlten die Konstrukteure die Achsfolge C. Der Prototyp dieser Baureihe WR 360 C 14 wies einen Mittelfhrerstand aus. Die Serienfahrzeuge erhielten einen lngeren Radstand, um die Laufeigenschaften zu verbessern und einen Endfhrerstand.
Viele bedeutende Lokomotivhersteller wie Krupp, Henschel, deutz und andere bauten insgesamt 292 Exemplare. Die Deuteschen Werke Kiel lieferten 14 Loks mit mechanischer Kraftbertragung. Die Wehrmacht stufte die Bedeutung der Loks so hoch ein, dass sie bis Kriegsende produziert werden durften. Von dieser Baureihe gab es verschiedene Ausfhrungen. Sie unterschieden sich in Gewicht, Lnge und Hchstgeschindigkeit.
Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben auf dem Terretorium der spteren Bundesrepublik 70 Exemplare un im sowjetischen Einflussgebiet 35 Fahrzeuge. Beide Bahnverwaltungen nutzten diese Baureihe weiter und unterzogen sie immer wieder verschiedenen Umbauten. Die DB liess sogar nochmals 14 Exempalre in Vorkriegsbauart aus vorhandenen Bauteilen montieren und weitere 18 Stck einer berarbeiteten Version als V36.4 bei MaK nachbauen.
Aufflligste Nachkriegs-Umbaumassnahme an einigen Loks war eine Dachkanzel. Sie wurde erforderlich fr die einmnnige Bedienung. Da die V 36 in den frhen Nachkriegsjahren auch im Personenverkehr eingesetzt wurde, erhielten einige Exemplare auch eine einfache Wendezugsteuereung. Aus der V 36 wurde bei der DB nach 1968 die Baureihe 236, bei der DR wurden die verbliebenen Fahrzeuge zur Baureihe 103 umbezeichnet und im Laufe der der Zeit bis auf ein Museumsfahrzeug nach Fristablauf ausgemustert.

Quelle: Typenkunde deutscher Diesellokomotiven, Stefan Alkofen, transpress Verlag